Pressemitteilung zur Gründung

Pressemitteilung
Glinde - Gründung „Aktion M.u.T.“

Glinde wird noch bunter. Seit dem 20. September 2014 existiert in Glinde, Schleswig Holstein, die „Aktion M.u.T.“ Die Aktion M.u.T. möchte nachhaltig auf das neu in Glinde aufkommende rechte Spektrum aufmerksam machen. So wurden in den letzten Wochen vermehrt das Aufmalen von  Hakenkreuzen und das Aufsprühen der Parole „Nationaler Widerstand Glinde“ auf Stromverteilerkästen, Gehwegen, Bäumen und Papierkörben im öffentlichen Raum festgestellt.  Allein die Parole „Nationaler Widerstand Glinde“ zeigt das Vorhandensein einer autonomen, rechtsextremistischen Gruppierung in Glinde. War bisher der „Thor Steinar Laden“ mit dem Verkauf seiner von Neonazis gegründeten Kleidungsmarke, ein Dorn im Auge der Glinder Protestbewegung, so muss sich nun der Blickwinkel auch auf die neu zu beobachtenden rechtsextremen Tendenzen richten.

Die „Aktion M.u.T.“ steht für Menschlichkeit und Toleranz. Sie steht für die Überzeugung durch gelebte Zivilcourage und gezieltes Eingreifen bestehende Missstände aufzugreifen und ihnen zivilgesellschaftlich entgegentreten zu können.

Am 20. September 2014 nahm die „Aktion M.u.T.“ an der Demonstration gegen den „Thor Steinar Laden“ teil. Dies bleibt ganz gewiss nicht die einzige Aktion, denn schon bald sollen  Diskussionsreihen, Projekten an Schulen, Kulturveranstaltungen, Lesungen und Vorträge zur Erinnerungsarbeit folgen. Mit ihren Aktionen möchte die „Aktion M.u.T.“ trotz aller Unterschiedlichkeiten für ein respektvolles, achtbares Miteinander werben.

Die hinter der „Aktion M.u.T.“ stehende Menschen kommen zum großen Teil aus der Protestbewegung gegen den „Thor Steinar Laden“ und waren in den letzten drei Jahren maßgebend an deren Veranstaltungen beteiligt.  Die starke Konzentration auf den Protest gegen den „Thor Steinar Laden“ verschleiert nach Ansicht der „Aktion M.u.T.“ den Blick auf weiterführende Felder des Rechtsextremismus, sowie zivilgesellschaftliche Missstände und lähmt diesbezügliche Aktivitäten.

Mit der „Aktion M.u.T.“ hoffen die dahinter stehenden Menschen, auf die Gefahren des Rechtsextremismus mit all seinen menschenverachtenden Auswirkungen, sowie auf akute  zivilgesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen und aufzuklären.

Ihre erste Aktion unter dem neuen Logo steht auch schon. So kann jeder Bürger unter der E-Mail Adresse stoert-mich@in-glinde.de Schmierereien, wie aufgemalte Hakenkreuze oder Parolen autonomer rechtsextremistischer Gruppen, melden. Die Aktion M.u.T. sorgt dann dafür, dass diese Schmierereien entfernt werden.