So war es in 2016

18.06.2016
Sportplatz Glinde

Auch in diesem Jahr hieß es wieder fit für Gemeinschaftsgeist.
11 sympathische Mannschaften jagten den Pokal für Demokratie und Toleranz. Mit Fairness, Anstand und Respekt - auf dem Platz, daneben und auch fernab des Sportplatzes.
In einem packenden Finale mit 9m-Schießen setzte sich der TSV Glinde gegen First Contact II. durch.

    
             

Grillstation, Getränke, Musik und Information rundeten den Tag bei bestem Fußballwetter ab.
Wir danken allen fleißigen Helfern, Kuchenbäckern und Unterstützern sehr!


Juni 2016

Bezahlbarer Wohnraum - die Mischung macht's 
Worum es geht:

Das "Gleisdreieck" in Glinde ist eines der noch wenigen Grundstücke im Besitz der Stadt. 
Wie überall wird auch in Glinde dringend Wohnraum benötigt. Wohnraum, der auch für Menschen niedrigerer Einkommensschichten bezahlbar ist, so dass ein Verkauf, einhergehend mit der Verpflichtung zum Bau sozialer Wohnungen beschlossen wurde.
Es fand sich ein Investor, der über langjährige Erfahrungen in der Schaffung von öffentlich geförderten Wohnraum verfügt.
Zugleich gründete sich eine Bürgerinitiative, vorwiegend aus direkten Anwohnern bestehend, gegen die Bebauung.


 

Statement der „Aktion Menschlichkeit und Toleranz“ in der Bauausschusssitzung vom 09.06.2016

Wir finden es überaus wichtig, dass die Stadt Glinde auf die prekäre Wohnungssituation für sozialschwächere Menschen reagiert.

Würde sie es nicht tun, müsste sich folgerichtig eine Bürgerinitiative gründen, um die Stadt auf diese Situation aufmerksam zu machen, und um sich für einen öffentlich geförderten Wohnungsbau einzusetzen.

Stattdessen hat sich eine Bürgerinitiative „dagegen“ gegründet und erschwert dieses Projekt wo es nur geht.

Die Stadt muss das Wohl aller Bürger fördern, das steht schon in der Gemeindeordnung für das Land Schleswig-Holstein, in § 1.
Also auch für das Wohl der Bürger, die noch keinen bezahlbaren Wohnraum haben.

Wir vermissen von der Bürgerinitiative „Bebauung Gleisdreieck“ jeglichen Solidargedanken und konstruktives Mitgestalten, um auch für weniger gut gestellte Menschen Wohnraum zu schaffen.

Heute reicht es nicht mehr aus nur dagegen zu sein, heute ist vielmehr gefragt mitzugestalten und an einem fairen Interessensausgleich mitzuwirken.  

Glinde ist eine starke Gemeinschaft, weltoffen, menschlich und sozial. Das soll so bleiben und daran sollten wir alle gemeinsam arbeiten.


Wohnraum ist Lebensraum. 

Ohne Wohnraum ist an ein menschenwürdiges Leben nur schwer zu denken.

Bezahlbarer Wohnraum ist die Voraussetzung für das Entstehen von Zusammenhalt, sozialem Ausgleich, Teilhabe, Verantwortung und Solidarität im unmittelbaren Lebensumfeld – hier beginnt die soziale Gesellschaft.

Eine gute Durchmischung eines Wohnquartiers garantiert eine mit Leben gefüllte, qualitativ hochwertige Umgebung.

Längst schon haben Städte und Kommunen aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Sozialer Wohnungsbau lässt sich eben nicht mehr mit der Schaffung sozialer Brennpunkte gleichsetzen.
Diese entstehen durch soziale Polarisierung, also durch das Verfrachten günstiger Wohnungen in Alleinlage an Randgebiete. Der Bebauungsplan des Gleisdreiecks sieht anderes vor. Mindestens 50% des entstehenden Wohnraums sollen staatlich gefördert sein – eine gesunde Mischung eben.

Ein häufig verwendetes Argument ist das des Grundstückwertverlustes der benachbarten Eigenheime. Hier wird mit Angst vor Verlust argumentiert, doch Angst ist und bleibt ein schlechter Ratgeber. 
Es finden sich, nach Jahrzehnten des sozialen Wohnungsbaus, keinerlei seriösen wissenschaftlichen Quellen, die diese Annahme bestätigen.

Glinde braucht Wohnraum – bezahlbaren.


Mai 2016


Glinder Lesenacht
10. Mai 2016
Gutshaus Glinde

„Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“
 Heinrich Heine
 
Anläßlich des Jahrestages der Bücherverbrennungen im Mai 1933 galt es auch in diesem Jahr die Erinnerung wachzuhalten. Dort wo Kultur in Frage gestellt oder verachtet wird, beginnt der Mensch unmenschlich zu handeln.
Ein Abend, der das Gestern mit dem Heute verband, denn "Wer von der Vergangenheit nichts wissen will, versteht auch nichts von der Gegenwart." - Michael Friederici
Wir danken allen Teilnehmenden und allen Gästen für einen impulsgebenden, bewegten, bewegenden und durchaus auch heiteren Abend.









April 2016


Denkanstösse
Mädelssache
19.04.2016
20°° Uhr im Gutshaus Glinde
Gespräch mit Andrea Röpke
In Kooperation mit der VHS und der Sönke-Nissen-Park Stiftung
Rechte Gewalt/ die rechte Szene wird häufig als rein männlich betrachtet. Das dem nicht so ist, Frauen eine wichtige und tragende Rolle in der Szene zukommt und bereits seit 1945 zukam zeigte Andrea Röpke mit ihrem überaus fundierten Vortrag und in der anschließenden Diskussion deutlich auf. Anhand von Beispielen und tieferen Einblicken in eine sehr heterogene rechte Szene gelang, zumindest im Ansatz eine Demaskierung des scheinbar sanften Gesichts des Neonazismus.
Mit Andrea Röpke wurde eine kompetente, impulsgebende Gesprächspartnerin gewonnen. Vielen Dank!
Zu Andrea Röpke:
Die Diplom-Politologin und freie Journalistin ist insbesondere durch ihre Insider-Reportagen über Neonazismus bekannt. 
Ihre Arbeiten über freie Kameradschaften und über die nun verbotene Heimattreue deutsche Jugend wurden mehrfach veröffentlicht und sind Teil des Angebotes der Bundeszentrale für politische Bildung. Sie führten zu Auszeichnungen, aber auch zu mehrfachen tätlichen Angriffen aus der Szene.
2012 wurde sie als Sachverständige im NSU-Prozess geladen. 

Zu "Denkanstöße":
Die Veranstaltungsreihe im Gutshaus gibt dem Denken eine Chance.

Jeder Termin steht unter einem gesetzten Thema, zu dem es zu Beginn Denk-Impulse durch Fachleute oder die Moderatorinnen der Veranstalter gibt. Daraus ergibt sich ein Gespräch, wozu die Teilnehmenden zur Beteiligung eingeladen sind. Das eigene Wissen steht dabei nicht im Vordergrund, vielmehr das Miteinander reden und das Einbringen der eigenen Gedanken. 
Ziel ist nicht, allgemeingültige Antworten am Schluss des Abends zu erhalten und Konformität zu erlangen
Es geht um den Austausch von Ideen, Überlegungen und Erfahrungen. Und natürlich darum, den Abend mit vielen neuen Denkanstößen zu beschließen.


März 2016


Glinde - im Spiegel der Kulturen
Ein Fest der Begegnung
In Kooperation mit der VHS Glinde

Samstag, 19.März
15°° - 18°° Uhr
Festsaal, Marcellin-Verbe Haus

Vorurteile, Ressentiments, das Gefühl gegenüber der jeweiligen anderen Kultur benachteiligt zu werden, werden erst durch das Kennenlernen und mit dem Umgang mit der kulturellen Differenz abgebaut bzw. entstehen erst gar nicht.
Toleranz gegenüber der Verschiedenheit und dem Anderssein ist eine wichtige Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben der Menschen.

Das Fest im Spiegel der Kulturen bietet die Möglichkeit Menschen unterschiedlicher Kulturen besser kennen und verstehen zu lernen und -wie mit einem Spiegel- sich mit dem eigenen Abbild auseinander zu setzen. Dabei behilflich ist ein dreistündiges Programm, bestehend aus Musik, Tanz und kulinarischen Köstlichkeiten aus den verschiedenen Ländern. 
Herzlich eingeladen sind alle Glinder, deren Freunde und Gäste.


Der 27. Januar


Am 27. Januar 1945 befreiten die Soldaten der roten Armee die Überlebenden des größten Vernichtungslagers des Nazi-Regimes, das KZ Auschwitz-Birkenau.

Im Jahr 1996 wurde durch Proklamation des Bundespräsidenten Roman Herzog dieser Tag zum Gedenktag erklärt. Er führte aus:
„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“

In der Bundesrepublik wird an diesem Tag an allen öffentlichen Gebäuden Trauerbeflaggung gesetzt. In vielen Veranstaltungen und in der Gedenkstunde im deutschen Bundestag wird die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachgehalten und der Opfer gedacht.

Seit 2005 gilt der 27. Januar durch eine Erklärung der Vereinten Nationen als internationaler Gedenktag.

Januar 2016


Spenden statt Böllern
"Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben. Nur Licht kann es.
Hass kann Hass nicht vertreiben. Nur Liebe kann es."

Das Jahr 2015 ist vorbei. Ein Jahr, das uns alle vor neue Herausforderungen stellte, aber auch vor zutiefst ethische, moralische und existentielle Fragen.

Ab Mittwoch, den 30.12.2015  wollten wir mit Ihnen ein Spendenfeuerwerk entzünden, um diejenigen zu unterstützen, die diese Fragen beiseite stellen und einfach auf ein Miteinander setzen, sich stark machen für Menschen in Not.

Bei Punsch, Keksen und Gesprächen sammelten wir für die Grundschule Tannenweg und den "Arbeitskreis Flüchtlinge" der Gemeinschaftsschule Wiesenfeld.
Durch weitere Eingänge auf dem Spendenkonto und der Spendierfreude der Anwesenden auf dem diesjährigen Neujahrsempfang der Stadt Glinde kam so die stolze Summe von 810,-- Euro zusammen!

Das Geld geht zu gleichen Teilen an die oben genannten Schulen.

Ihnen allen ein großes Danke und ein gesundes und erlebnisreiches Jahr 2016!